Baustellenfortschritt „Integriertes Gesundheitszentrum Oberndorf“
Am Krankenhaus-Standort Oberndorf wird derzeit fleißig gebaut. Der bestehende Gebäudekomplex des Krankenhauses Oberndorf wird durch einen Zubau im Süden und die Sanierung des alten Bettentraktes grundlegend erneuert. Daneben schreiten auch die Bauarbeiten für das neue Rehabilitationszentrum zügig voran. Die Modernisierung des bestehenden Krankenhauses sowie die Weiterentwicklung durch die zusätzliche Errichtung eines Ärzte- und Rehabilitationszentrums zu einem integrierten Gesundheitszentrum ist Inhalt der Anfang 2008 beschlossenen Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde Oberndorf und VAMED.
Im Rahmen einer Baustellenfeier können sich heute zahlreiche Gäste, allen voran Landeshauptfrau Mag.a Gabi Burgstaller über den Fortschritt der Neu- und Ausbauarbeiten überzeugen.
PPP – Modell (Public Private Partnership)
Für die Umsetzung dieses einzigartigen Projektes und für die Betriebsführung des Allgemeinen Krankenhauses Oberndorf wurde von der Stadtgemeinde Oberndorf und VAMED eine gemeinsame PPP Gesellschaft (Gemeinnützige Oberndorfer Krankenhausbetriebsgesellschaft m.b.H) gegründet. 51 Prozent der Geschäftsanteile werden von der Stadtgemeinde und 49 Prozent von der VAMED als privatem Partner gehalten. Alleiniger Rechtsträger ist nach wie vor die Stadtgemeinde Oberndorf. Die Verantwortung für die Führung des Krankenhausbetriebes und das wirtschaftliche Risiko liegt in den Händen der VAMED. Die weiteren Module des Integrierten Gesundheits-zentrums – Rehabilitations- und Ärztezentrum – werden von VAMED als Rechtsträger dieser Einrichtungen umgesetzt. Somit liegen die Finanzierung und das Risiko ausschließlich bei VAMED.
Baumaßnahmen Krankenhaus
Die Arbeiten des südlichen Neubaus sind bereits weit fortgeschritten und werden mit Ende 2010 vorzeitig abgeschlossen sein. Anschließend folgt die Bestandssanierung.
In diesem neuen Gebäudetrakt m südlichen Zubau werden die medizinischen Funktionseinheiten (zentrale Ambulanzzone, OP-Trakt mit Zentralsterilisation, Tagesklinik und Intensivstation) sowie die Bettenstationen der Allgemeinen Klasse untergebracht.
Der bisherige Bettentrakt wird für Verwaltungsbereiche und für die Pflegestation der Akutgeriatrie und Remobilisation genutzt werden.
Die in den Jahren 2000 - 2002 errichteten Trakte der Sonderklasse-Bettenstation, der Küche, der Speisesäle und der Werkstätten bleiben unverändert und sind nicht Teil der baulichen Maßnahmen. Der bestehende nördliche Ambulanz- und OP-Trakt wird in der Folge umgebaut.
Der Krankenhausbetrieb läuft bis zur Fertigstellung mit geringfügigen Einschränkungen normal weiter.
Das Leistungsspektrum des Krankenhauses Oberndorf nach Abschluss der baulichen Maßnahmen entsprechend den Vorgaben des Strukturplans Gesundheit für Salzburg (SGS 2010) zeigt künftiges folgendes Bild:
• 30 Betten Chirurgie
• 30 Betten Interne
• 30 Betten Orthopädie
(diese Abteilung wird schrittweise aufgebaut und geht mit Jänner 2011 in Vollbetrieb)
• 16 Betten Akutgeriatrie/Remobilisation
• 4 Betten Intensiv/Überwachung
Die Gesamtinvestitionskosten betragen insgesamt 25,2 Mio Euro. Von Seiten des Landes Salzburg wird das Bauprojekt gefördert.
Rehazentrum
Beim Neubau Rehazentrum konnte auch bereits die Dachgleiche erreicht werden. Die Fertigstellung dieses Bauloses und die Inbetriebnahme sind für Sommer 2011 geplant.
Das Rehazentrum wird über 30 orthopädische und 30 unfall-/neurochirurgische Betten verfügen. Durch die räumliche Nähe ist die Rehaeinrichtung als ideale Ergänzung zu der zukünftig im Krankenhaus Oberndorf vorgesehenen Orthopädie, die ab Anfang 2011 zur Verfügung stehen wird, zu sehen. Rd. 60 neue Arbeitsplätze werden damit geschaffen. Das Investitionsvolumen beträgt 11,7 Mio Euro.
Die Bauarbeiten für das ebenfalls am Areal des Krankenhauses zu errichtende Ärztezentrum werden 2011 aufgenommen. Die Fertigstellung ist für das 1. Halbjahr 2012 geplant.
Mit dieser Konstellation „Integriertes Gesundheitszentrum/PPP-Modell“ ist es möglich geworden, den vom Land Salzburg übertragenen Krankenhaus-Versorgungsauftrag für die Region langfristig zu erfüllen. Zugleich wird ein Zentrum geschaffen, das neue Wege in der medizinischen Versorgung öffnet und somit eine langfristige Sicherung des Standortes gewährleistet. Die Verbindung von Akutkrankenhaus, Reha-Einrichtungen und Ärztezentrum am selben Standort stellt zudem österreichweit ein einzigartiges Referenzprojekt im öffentlichen Versorgungsbereich dar.
Die VAMED-Gruppe gilt als Pionier von öffentlich-privaten Partnerschaftsmodellen (PPP - Public Private Partnership) und hat in den letzten 10 Jahren insgesamt 13 große Gesundheitsprojekte auf diese Weise verwirklicht.
Die VAMED AG wurde im Jahr 1982 gegründet und hat sich seither zum international führenden Gesamtanbieter für Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen entwickelt. In 50 Ländern hat der Konzern bereits knapp 500 Projekte realisiert. Das Portfolio reicht von der Projektentwicklung, Planung über Errichtung bis zur Betriebsführung von Gesundheitseinrichtunge
Vorstellung des neuen medizinischen Führungsteams
des Allgemeinen öffentlichen Krankenhauses Oberndorf sowie des Rehabilitationszentrums Oberndorf
Zu Beginn des Jahres 2008 haben die Stadtgemeinde Oberndorf und VAMED ihre Zusammenarbeit im Krankenhaus Oberndorf auf Basis eines PPP-Modells beschlossen.
Verantwortung für die Führung des Krankenhausbetriebes sowie die Finanzierung und Umsetzung der erforderlichen Investitionen trägt VAMED.
Darüber hinaus wird der Krankenhaus-Standort Oberndorf durch die Errichtung eines Ärzte- und Rehabilitationszentrums zu einem integrierten Gesundheitszentrum weiterentwickelt.
Die VAMED wird diese Zentren auf dem Areal neben dem Krankenhaus errichten und auch betreiben. Insgesamt werden bis 2012 rund 41,4 Mio € in den Umbau des allgemeinen öffentlichen Krankenhauses sowie den Bau eines Rehabilitations-zentrums und eines Ärztezentrums investiert
Damit soll die langfristige Zielsetzung, die Absicherung und der Ausbau des Standortes des allgemeinen öffentlichen Krankenhauses sowie die Etablierung einer lückenlosen integrierten Versorgungskette welche regional und überregional im Markt positioniert wird, sichergestellt werden.
Neues Ärzteteam
Mit Beginn des Jahres 2010 wurde ein neues medizinisches Führungsteam berufen, das heute in Anwesenheit von Landeshauptfrau Mag.a Gabi Burgstaller, Bgm. Peter Schröder und VAMED Vorstandsdirektor Mag. Gottfried Koos der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Datz
Ärztlicher Leiter des Krankenhauses Oberndorf
Vorstand der Abteilung für Interne Medizin
Vorstand der Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation
„Als Ärztlicher Leiter ist es besonders faszinierend, die medizinischen Geschicke des Hauses entsprechend mitgestalten zu können. Diese Funktion ist vor allem vor dem Hintergrund des 2008 neu etablierten PPP-Modells herausfordernd, da es sich österreichweit um ein Pilotprojekt handelt, welches möglicherweise auch für andere Krankenanstalten zukunftsweisend sein könnte.
Ein wesentlicher Inhalt der ärztlichen Leitungsfunktion besteht darin, das Hauptaugenmerk darauf zu legen, den medizinischen Versorgungsauftrag für die Region erfüllen und darüber hinaus in definierten Spezialbereichen eine Patientenbetreuung anzubieten, die sowohl fachlich als auch menschlich auf höchstem Niveau angesiedelt ist. Meinem Vorgänger, Primarius Dr. Manfred Umlauft, war es ein besonderes Anliegen, für ein Klima zu sorgen, in dem sich sowohl Patienten als auch Mitarbeiter besonders wohl fühlen. Auch mir ist es sehr wichtig, genau diesen Gedanken weiter zu leben und dafür Sorge zu tragen, dass das Krankenhaus Oberndorf weiterhin ein Spital bleibt, in dem alle Berufsgruppen gemeinschaftlich dafür Sorge tragen, dass sich die Patienten bei uns gut aufgehoben fühlen.“
Prim, Dr. Andreas Heuberger
Vorstand der Abteilung für Chirurgie
„Nach beinahe 15-jähriger chirurgischer Facharzttätigkeit an der Chirurgie der SALK, habe ich mit 1.1.2010 die Führung der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Oberndorf übernommen. Als eines meiner Hauptziele in meiner neuen Position sehe ich die breite viszeralchirurgische Versorgung der Bevölkerung aus dem Flachgau, wobei insbesondere auch die tägliche unfallchirurgische Basisversorgung weiter gewährleistet sein wird. Als mein besonderes Spezialgebiet gelten die minimal-invasive Chirurgie des Dickdarms sowie auch die chirurgischen Behandlungsmodalitäten aller Erkrankungen des Mastdarms. Gerade in Zeiten der zunehmend knappen zeitlichen Ressourcen im ärztlichen Krankenhausdasein möchte ich mich bemühen, dass der Patient individuell, menschlich einfühlsam von allen Mitarbeitern im Haus behandelt wird, da gerade eine notwendige chirurgische Therapie für den Patienten eine Ausnahmesituation darstellt und ein entsprechendes Vertrauensverhältnis erfordert. Hinsichtlich der in letzter Zeit immer wieder diskutierten Leistungsbeschränkungen in kleineren Krankenanstalten sowie Zentralisierungstendenzen glaube ich doch, dass alleine das Qualitätskriterium der Behandlung im Zentrum der Diskussion stehen sollte.“
Designierter Primar Dr. Thomas Ramsauer
Vorstand der Abteilung für Orthopädie ab 1.1.2011
Ärztlicher Leiter des Rehabilitationszentrums Oberndorf
„Als gebürtige Salzburger absolvierte ich meine Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie an der Universitätsklinik für Orthopädie der PMU Salzburg und führte zuletzt die Außenstelle der Orthopädie in Oberndorf als leitender Oberarzt. Mein weites operatives Spektrum umfasst alle Standardeingriffe, aber auch spezielle Operationstechniken wie rheumachirurgische Eingriffe, Kunstgelenke kleinerer Gelenke wie Ellbogen-, Finger- und Sprunggelenke sowie minimalinvasive Implantationstechniken von Kunstgelenken an Hüfte und Knie.
Durch mein wissenschaftliches Engagement wurde ich in den Vorstand der ARO (deutschsprachige Rheumaorthopädenvereinigung) gewählt.
An der neuen Abteilung für Orthopädie, die hier ab Jänner in Vollbetrieb gehen wird, sollen wesentliche Säulen die minimalinvasive Knie- und Hüftendoprothetik, die Rheuma- und Handchirurgie sowie in Zusammenarbeit mit der Unfallchirurgie die Sportorthopädie sein. Eine qualitativ hochwertige, orthopädische Basisversorgung, aber auch überregionale Bedeutung durch Spezialisierung auf Rheumaorthopädie und Sportmedizin in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin, ist mir neben einer hohen Patientenzufriedenheit ein besonderes Anliegen.“
Rückfragehinweis:
VAMED Konzernkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 1 60127 109
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